Gibt es Bank of Scotland Filialen in Deutschland?

Redaktion - 24. August 2012

Bank of Scotland Filialen in DeutschlandMit Hauptsitz im schottischen Edinburgh stellt die Bank of Scotland eine der traditionsreichsten Banken Europas dar. Als Teil der LIoyds Banking Group ist die Bank ein weltweit agierendes Unternehmen. Die LIoyds Banking Group bezeichnet ein global führendes Kreditinstitut mit Hauptgeschäftsbereichen für Privat- und Firmengeschäft, Investments, Versicherungen und Altersvorsorge. Neben Großbritannien ist das Unternehmen in über 30 Ländern weltweit vertreten.

Zwar ist die Bank of Scotland seit Juli 2008 mit einem Büro in Berlin auch in Deutschland vertreten, dennoch unterhält sie keine Bank of Scotland Filialen in Deutschland. Aus Gründen der Kostenersparnis verzichtet das Unternehmen auf ein teures Filialnetzwerk. Somit kann die Bank sämtliche Kostenersparnisse in Form von hohen Zinsen auf die Anlagenformen und attraktive Konditionen an die Kunden weiter geben. Das Unternehmen ist in Deutschland eine reine Internetbank. Die Kontaktaufnahme ist über das Online-Formular sowie über das Rückrufformular zu den Geschäftszeiten jederzeit möglich.

Einlagensicherung der Bank of Scotland

Die Bank of Scotland ist entgegen der landlöufigen Meinung keine Zentralbank. Sie hat aber das Recht dazu, Noten zu drucken, wobei sie an die Vorgaben der Bank of England gebunden ist. Insofern gelten bezogen auf die Einlagensicherung exakt dieselben Regeln, wie für andere britische Banken auch.

Die Bank of Scotland ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds Financial Services Compensations Scheme (FSCS). Hierüber sind Einlagen bis zu einer Höhe von 85.000 Pfund zu 100 Prozent abgesichert. Das gilt für alle Kunden der Bank, unabhängig davon, wo diese ihren Wohnsitz haben.

Am 21. September 2011 ist die Bank zusätzlich dem Bundesverband deutscher Banken beigetreten, was für Anleger noch mehr Sicherheit bedeutet. Durch diese Mitgliedschaft entstand in der Folge auch eine Mitgliedschaft in einem deutschen Einlagensicherungsfonds. Einlagen sind daher für deutsche Kunden bis zu einer Höhe von 250.000 Euro vollständig abgesichert. Rein rechtlich würde zunächst der britische Fonds haften und die vollen 85.000 Pfund auszahlen. Wer darüber hinaus noch Ansprüche hat, würde dann aus dem deutschen Einlagensicherungsfond befriedigt.

Fazit: Bei der Bank of Scotland sind Einlagen äußerst sich, auch wenn es sich um eine Direktbank handelt. Denn dieser Status hat keinen Einfluss auf die Sicherheit von Kundengeldern.

Aktivitäten der Bank

Die Bank of Scotland ist eine weltweit agierende Geschäftsbank, die ihren Schwerpunkt allerdings in Schottland hat. Ein Großteil der Kunden stammt somit aus dem Norden Großbritanniens, wo das Kreditinstitut die unangefochtene Nummer 1 ist.

In Deutschland ist die Bank bereits seit 1998 aktiv, allerdings damals ausschließlich für Geschäftskunden. Über das Büro in Frankfurt am Mail wurden vor allem Unternehmensfinanzierungen abgewickelt.

Seit 2009 kümmert sich die Bank auch um Privatkunden in Deutschland, wobei hierzu eine Niederlassung in Berlin gegründet wurde. Diese ist für Kunden allerdings nicht zugänglich, es handelt sich um reine Verwaltungs-Büroräume und keine klassische Filiale. Der Schwerpunkt der deutschen Tätigkeit liegt im Bereich Autokredite und Tagesgeldkonten. Schon im ersten Jahr in der Bundesrepublik konnte die Bank rund 100.000 neue Kunden begrüßen. Bereits m Jahr 2012 wuchs dieser Kundenstammen auf rund 500.000 Kunden an, heute sind es etwa 700.000. Mehr als 1 Milliarde Euro haben Kunden derzeit bei der Bank of Scotland angelegt.

Fazit: Die Bank of Scotland ist eines der größten Kreditinstitute in Großbritannien. Auf dem deutschen Markt hat sich das Unternehmen vor allem auf das Angebot von Autokrediten und Tagesgeld spezialisiert.

Das Produktangebot im Detail

Deutsche Kunden können bei der Bank of Scotland lediglich zwei Finanzprodukte in Anspruch nehmen: Tagesgeld und Kredite.

  • Tagesgeld
    Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist unkompliziert über ein Online-Formular möglich. Eine Mindesteinlage gibt es nicht, wodurch alle Sparer von dem Konto profitieren können. Auch eine Beitragsstaffelung ist nicht vorgesehen. Viele Banken vergeben besonders hohe Zinsen für hohe Vermögen. Das ist bei der Bank of Scotland bewusst nicht der Fall. Wie bei Tagesgeld üblich, können Kunden jederzeit auf das hinterlegte Vermögen zugreifen. Die Auszahlung wird auf ein Referenzkonto durchgeführt, das aber nicht bei der Bank of Scotland geführt werden muss.
  • Autokredite
    Interessant sind auch die Autokredite, die bei der Bank aufgenommen werden können. Der effektive Jahreszins bewegt sich zwischen 2,5 und 6 Prozent, was im Vergleich durchaus günstig ist. Der große Vorteil: Es sind jederzeit kostenlos Sondertilgungen oder gar eine komplette Ablösung möglich. Versteckte Gebühren sind selbstverständlich im Bank of Scotland Test nicht angefallen.
    Die Laufzeiten und die Darlehenssummen sind ebenfalls flexibel, richten sich aber nach dem zu finanzierenden Auto. Zwischen 3.000 und 50.000 Euro können aufgenommen werden. Abbezahlt wird das Darlehen in monatlichen Raten und mit einer Laufzeit zwischen 24 und 84 Monaten.

Fazit: Die Produktpalette bei der Bank of Scotland ist klein, dafür aber hoch spezialisiert. Die Bank bietet attraktiv verzinstes Tagesgeld und gleichzeitig kostengünstige Kredite für Autos an.

Fazit: Bank of Scotland ohne Filiale aber mit geringen Kosten

Die Bank of Scotland ist erst wenige Jahre auf dem deutschen Markt tätig, hat sich aber einen guten Kundenstamm aufgebaut. Das liegt vor allem an der Spezialisierung der Bank. Diese ist komplett auf Autokredite und Tagesgeld ausgerichtet. Wer eines der beiden Produkte nutzen möchte, kann die Beantragung jeweils komplett online abwickeln. Der Besuch einer Filiale ist hierfür ohnehin nicht notwendig.