Wie kann man das Bank of Scotland Tagesgeldkonto kündigen?

Redaktion - 24. August 2012

Bank of Scotland Tagesgeldkonto kündigenUm das Bank of Scottland Tagesgeldkonto kündigen zu können, müssen sich die Kunden in ihrem persönlichen Online-Banking-Bereich mit ihren Benutzernamen und Passwort einloggen. Mit einem Klick auf den Button „Postbox“ können sie den Reiter „Kontoschließung“ wählen und somit ihren Kündigungswunsch an die Bank of Scotland senden. Die Mitarbeiter leiten die Auflösung des Tagesgeldkontos umgehend in die Wege. Das auf dem Tagesgeldkonto bestehende Guthaben wird zeitnah dem Referenzkonto des Kunden gutgeschrieben.

Damit erlaubt die Bank of Scotland eine sehr komfortable Kündigung, die sogar die Briefmarke spart. Natürlich ist diese Art der Kündigung auch für den Anbieter komfortabler, da der Kündigungswunsch automatisch eingeht und direkt bearbeitet werden kann, ohne dass er erst von Mitarbeitern in das System eingetragen werden müsste.

Darüber hinaus kann natürlich auch der postalische Weg genutzt werden, um das Konto zu kündigen. Dabei ist allerdings wichtig, dass der Kunde außer seinem Namen auch die Kontonummer des Tagesgeldkontos aufführt und den Brief unterschreibt. Ansonsten muss nur der Kündigungswunsch eindeutig aus dem Schreiben hervorgehen. Die fertige Kündigung muss dann an die deutsche Niederlassung der Bank of Scotland gesendet werden: Bank of Scotland – Niederlassung Berlin • Karl-Liebknecht-Str. 5 • 10178 Berlin

Wenn sich noch Guthaben auf dem Konto befindet, muss der Kunde zudem ein Referenzkonto angeben, damit die Bank of Scotland weiß, wohin das Kapital überwiesen werden soll.

Gibt es eine Frist zur Kündigung des Kontos?

Nein, in den Vertragsbedingungen regelt die Bank of Scotland ausdrücklich, das das Tagesgeldkonto jederzeit fristlos gekündigt werden kann. Die Voraussetzung ist allerdings, dass das Konto nicht für andere Produkte der Bank of Scotland als Verrechnungskonto dient. Ist dies der Fall, müssen diese Produkte zuerst gekündigt werden, bevor das Tagesgeldkonto auch gekündigt werden kann.

Auch die Bank of Scotland kann das Tagesgeldkonto kündigen. Dies geschieht in der Praxis zwar normalerweise nicht, es ist jedoch durchaus denkbar, dass dies notwendig wird. Hier ist vertraglich allerdings vereinbart, dass das Konto nur mit einer ausreichenden Frist gekündigt werden kann.

Was muss der Kunde bei der Kündigung des Tagesgeldkontos beachten?

Die Kündigung des Tagesgeldkontos ist sehr unkompliziert, sodass Kunden hier kaum etwas falsch machen können. Im Prinzip ist es auch egal, ob die Übertragung des Restkapitals selbst anweist oder dies der Bank of Scotland nach der Kündigung überlässt, in der Regel funktionieren beide Wege gleich gut und schnell.

Die Angabe eines Referenzkontos ist allerdings gerade in Bezug auf noch ausstehende Zinszahlungen oder Kosten die beste Wahl. Die Zinsen werden bei der Bank of Scotland üblicherweise jährlich gutgeschrieben, allerdings vorher gewährt, wenn der Kunde das Tagesgeldkonto auflösen möchte. Dennoch kann es gerade bei der Nutzung von verschiedenen Produkten passieren, dass ein Kunde noch Zinszahlungen erhält oder Gebühren zahlen muss, der kein gültiges Konto mehr besitzt. In diesem Fall ist es sinnvoll, ein Referenzkonto anzugeben, um die Zinsen möglichst schnell und unkompliziert zu erhalten oder Schulden zu vermeiden.

Gründe, um das Bank of Scotland Tagesgeld-Konto zu kündigen

Eigentlich gibt es kaum Argumente, die dafür sprechen, das Bank of Scotland Tagesgeldkonto zu kündigen. Immerhin kostet es den Nutzer keinen Cent und erfordert auch keine Mindestkapitalisierung. Demzufolge könnte der Kunde das Tagesgeldkonto auch einfach ruhen lassen, ohne sich weiter darum zu kümmern, und es dann wieder nutzen, wenn die Zinsen wieder attraktiver geworden sind.

Ein seltener Grund für die Kündigung kann natürlich auch der Umstand sein, dass Kunden mit dem Service und dem Angebot der Bank of Scotland generell unzufrieden sind und sich deswegen dazu entscheiden, das Tagesgeldkonto zu kündigen. In der Regel handelt es sich jedoch um einen Anbieter, der die Kundenbedürfnisse sehr gut erfüllt.

Allerdings gibt es drei Gründe, warum die Kündigung doch sinnvoll sein kann. Zum einen trägt es deutlich zur Übersichtlichkeit bei, Finanzprodukte zu kündigen, die nicht mehr benötigt werden. Dies ist vor allem für Anleger ein Vorteil, die ihre Anbieter häufig wechseln und immer auf der Jagd nach den besten Zinsen beim Tagesgeld sind. Würde jedes Konto hier aufrechterhalten werden, könnte sich innerhalb weniger Jahre ein gutes Dutzend Konten ansammeln. Wer das vermeiden möchte, kündigt sein Konto.

Die gleiche Gruppe kann zudem von der Kündigung zu einem späteren Zeitpunkt wieder profitieren. Immerhin bieten viele Tagesgeldanbieter die wirklich guten Zinsen vor allem für Neukunden an und garantieren diese auch nicht für einen langen Zeitraum. Liegt die Kündigung so lange zurück, dass der Nutzer wieder als Neukunde gilt, weil er entsprechend lange kein Produkt der Bank of Scotland genutzt hat, kann er von den besseren Zinsen profitieren.

Der dritte Grund ist in der Regel nicht all zu wichtig. Wer sein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland kündigt, erhält die anfallenden Zinsen in der Regel direkt gutgeschrieben. Sonst pflegt die Bank of Scotland bei ihrem Tagesgeldkonto eher eine jährliche Zinsgutschrift. Durch die Kündigung können Nutzer des Tagesgeldkontos also erreichen, dass ihnen die Zinsen deutlich früher gutgeschrieben werden. Allerdings ist dieses Argument für die meisten Kunden eher untergeordnet. Gerade in Niedrigzinszeiten sind die Zinszahlungen vernachlässigbar, sodass die schnellere Zahlung durch die Kündigung des Tagesgeldkontos für viele nicht wirklich relevant ist.