Dumping-Zinsen: Tagesgeldkonto schlägt Lebensversicherung

tagesgeldzinsen.com - 15. Januar 2013

Tagesgeldkonto schlägt LebensversicherungTagesgeldkonten sind in der aktuellen Marktsituation besser für den Vermögensaufbau geeignet als kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen, deren Renditen nicht nur jetzt niedrig sind, sondern es auch noch lange bleiben werden. Bausparverträge können dagegen eine sinnvolle Option sein.

Tagesgeld vs. Lebensversicherung im aktuellen Marktumfeld

  • Gemessen an der langen Laufzeit sind LV-Renditen nicht attraktiver als Tagesgeld

  • Lebensversicherungen zementieren schlechte Konditionen für einen langen Zeitraum

  • Lebensversicherungen bieten überwiegend keinen Inflationsschutz

  • Tagesgeld ist flexibel und ermöglicht in einem anderen Umfeld eine Neuorientierung

Unter der hartnäckigen Niedrigzinsphase leidet nicht nur die Rendite von Spar- und Tagesgeldkonten. Auch die Lebensversicherer stehen immer stärker unter Druck. Unter Berücksichtigung der Vertragskosten übersteigt die Gesamtrendite vieler Verträge die Marke von 3,00 Prozent nur noch knapp. Mit Tagesgeld sind – eine regelmäßige Wechselbereitschaft vorausgesetzt – immer noch 2,00 Prozent möglich.

Rendite sinkt im Brachendurchschnitt unter 4,00%

icon_ZinsenDer überschaubare Renditeaufschlag von Lebensversicherungen gegenüber simplen Tagesgeldkonten ist gemessen an den Nachteilen der Verträge gering. Ein Zugriff auf die angesparten Vertragsguthaben ist in der Regel erst nach zwölf Jahren (sinnvoll) möglich.

In den Portfolios der Lebensversicherer befinden sich überwiegend (zumeist deutsche) Staatsanleihen. Damit gelten die Assekuranzen zwar als sicher aufgestellt, weil der deutsche Staat weiterhin als einer der besten Schuldner der Welt eingestuft wird. Die Übergewichtung deutscher Staatsanleihen ist allerdings auch ursächlich für den Renditeschwund der Lebensversicherung. Die Hausse am Aktienmarkt geht mangels Teilnahme an den den Versicherern vorbei.

Lebensversicherung=Staatsanleihen

icon_RegulierungDie vielen Staatsanleihen sind Basis für gleich zwei Argumente gegen die Lebensversicherung. Erstens schützen die Verträge nicht gegen Inflation, weil sich in den Portfolios fast keine Sachwerte befinden. Zweitens konservieren die Portfolios die Niedrigzinsphase: Auch wenn diese vorbei ist, werden die Renditen nur mit deutlicher Verzögerung wieder ansteigen. Vereinfacht dargestellt rührt der Anstieg der Renditen daraus, dass Versicherer die mit fälligen Anleihen eingenommenen Erlöse in neue Anleihen mit (nach einer Änderung des Marktumfelds) höherer Rendite investieren. Dieser Prozess erfolgt schrittweise und zieht sich über fünf bis zehn Jahre hin. Zwar profitierten Vertragsinhaber in den ersten Jahren der Niedrigzinsphase von diesem (dort gegenteilig wirkenden) Effekt. Neukunden haben davon aber nichts.

Bausparvertrag lohnt sich bei steigenden Bauzinsen

Anders als Lebensversicherungen können Bausparverträge unter bestimmten Umständen eine sinnvolle Option sein. Bedingung ist allerdings, dass auch tatsächlich ein Bau- oder Erwerbsvorhaben im Raum steht. Dann gilt: Je höher die Bauzinsen in den kommenden Jahren steigen, desto größer ist der Mehrwert des zinsgünstigen Bauspardarlehens.