Tagesgeld: Zinsgarantie bleibt sinnvoll

Redaktion - 14. April 2013

Tagesgeld: Zinsgarantie bleibt sinnvoll

Anleger sollten weiterhin Tagesgeldkonten mit Zinsgarantie bevorzugen. Auch wenn die Garantien stets nur für einen überschaubaren Zeitraum gelten, schützen sie eine Zeit lang vor Zinssenkungen. Mit solchen muss bei allen Banken gerechnet werden: Der Druck auf die Konditionen im Einlagengeschäft setzt sich unvermindert fort.

Zu den attraktivsten Tagesgeldkonten mit Zinsgarantie gehört das Neukundenangebot der VW-Bank. Aufgerufen sind 1,60 Prozent Zinsen für Guthabenanteile bis 50.000 Euro mit sechs Monaten Zinsgarantie. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben und die Einlagen sind ab dem ersten Euro über die deutsche Einlagensicherung geschützt. Bestandskunden erhalten 0,90 Prozent Zinsen.

Volkswagen Bank direct zahlt 1,60% für Tagesgeld

icon_ZinsenDie BNP Paribas-Tochter Cortal Consors bietet Neukunden 1,60 Prozent Zinsen mit einem Jahr Zinsgarantie. Es handelt sich um die längste, absolute Zinsgarantie auf dem deutschen Markt. Der Sonderzins gilt für Guthabenanteile bis 50.000 Euro und die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben. Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde sind über die gesetzliche französische Einlagensicherung geschützt – erst darüber hinaus gilt die freiwillige deutsche Sicherung.

Die ING-DiBa bietet Neukunden 1,50 Prozent Zinsen für Beträge bis 500.000 Euro und garantiert den Zinssatz sechs Monate lang. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben, die Einlagen ab dem ersten Euro über die deutsche Einlagensicherung geschützt. Der reguläre Standardzinssatz beträgt ebenso wie bei Cortal Consors 1,00 Prozent.

Vieles spricht dafür, dass die Zinsen weiter sinken. Erstens ist die Dynamik am Markt abwärts gerichtet: Solange große Banken die Zinsen reduzieren, folgen ihnen fast automatisch andere Anbieter. Zweitens wirkt die Geldpolitik der EZB weiter dämpfend: Die „dicke Bertha“ ist noch lange nicht vollständig ausgestanden. Drittens führen auch die Mittelzuflüsse nach Deutschland zu einer verringerten Nachfrage nach inländischen Einlagen.