Was ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank?

Redaktion - 12. September 2013

Leitzins der Europäischen ZentralbankDer Leitzins der EZB (Europäische Zentralbank) sorgt für die Stabilität des Euro und soll auch die Preise und die Preisstabilität regulieren. Nur wenn im Euro Gebiet das Verhältnis von im Umlauf befindlichen Geld zu den Dienstleistungen und Waren im richtigen Verhältnis steht ist die Währung stabil und die Inflationsrate niedrig. Mit dem Leitzins beeinflusst die Europäische Zentralbank die Geldmenge.
In der Regel bedeutet steigende Wirtschaftskraft in der Euro Zone steigende Leitzinsen und sinkende Wirtschaftskraft fallende Leitzinsen.

Welchen Einfluss hat der Leitzins der EZB auf die Zinsentwicklung der Banken?
Der Leitzins gibt an, zu welchen Zinsbedingungen sich die Banken Geld bei der EZB leihen können. Diese wiederum legen dann die Zinsen und Bedingungen für Geldanlagen und Kredite fest. Das hat Auswirkungen auf die Wirtschaft (günstige Kredite – steigende Konjunktur) und auf die Sparer.

Auswirkungen des Leitzinses auf die Tagesgeldkonten

ico8Da sich der Leitzins unmittelbar auf die Zinsen für Spareinlagen der Banken auswirkt, hat das auch direkten Einfluss auf das Tagesgeld. Steigt der Leitzins steigen die Tagesgeldzinsen und sinkt er, werden die Zinsen geringer. Das erfolgt immer mit einer gewissen Zeitverzögerung. Damit ist ein geringer Leitzins schlecht für Sparer, mehr dazu hier.
Trotzdem gibt es zwischen den einzelnen Banken auch bei den Tagesgeldzinsen oft erhebliche Unterschiede. In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase sollten die Inhaber von Tagesgeldkonten unbedingt darauf achten, dass ihre Zinserträge noch über der Inflationsrate liegen. Andernfalls verliert das Geld auf dem Tagesgeldkonten an Wert. Denn ein Realertrag wird nur erzielt, wenn der Zinsertrag über der Inflationsrate liegt.
Viele Banken werben gegenwärtig mit verschiedenen Fondmodellen für Geldanlagen und versprechen hier höhere Erträge als beim Tagesgeld. Wichtig ist dabei, dass der Anleger beachtet, dass beim Tagesgeld die Einlagen über den Einlagensicherungsfond vor Verluste sicher sind. Für Fondeinlagen trifft das nicht zu. Neben schwankenden Erträgen kann es hier auch zu Verlusten kommen.