Zinssenkungen: Auslandsbanken ziehen den Markt nach unten

Redaktion - 24. Juni 2013

Zinssenkungen

Zinsjäger wissen: Im vorderen Bereich der Zinsranglisten finden sich überproportional viele Banken aus dem benachbarten Ausland. Derzeit treten die Institute aus den Niederlanden, Österreich und Co auf die Zins-Bremse – und ziehen damit den attraktiven Teil des Marktes nach unten.

Seit Anfang des Monats haben diverse Auslandsbanken die Zinssätze für Tagesgeld gesenkt: Die Garanti-Bank, DHB-Bank, RaboDirect und die NIBC-Direct aus den Niederlanden, Consors und Renault Bank aus Frankreich und einige weitere, weniger bekannte Institute zahlen weniger als zum vergangenen Monatswechsel.

Tagesgeldzinsen sinken am oberen Ende

icon_ZinsenAuf einem Wettbewerbsmarkt wie dem für Tagesgeld führen Zinssenkungen stark positionierter Anbieter zu weiteren Zinssenkungen bei der Konkurrenz. Die Volkswagen Bank direct und die Audi Bank direct haben bereits die Zinssätze gesenkt – und zwar sowohl für Bestandskunden als auch im Neugeschäft.

Der Abwärtsdruck der vergangenen Monate ging mit moderaten Inflationsraten einher. Im Mai aber zog die Teuerungsrate wieder deutlich auf 1,50 Prozent an. Mit der nächsten Welle der Zinssenkungen dürfte die Spitze des Marktes endgültig unter die Inflationsrate fallen, selbst wenn diese nicht weiter steigt.

Sparer müssen in diesem Marktumfeld mehr denn je Ruhe bewahren und dürfen keinesfalls in Resignation verfallen. Konsequente Schadensbegrenzung mag mühsam und rein optisch betrachtet wenig reizvoll sein. Sie kann aber in einigen Jahren den Unterschied zwischen einem reparablen und einem irreparablen Vermögensverlust ausmachen.