Zinscheck: Tagesgeld-Alternativen unter der Lupe

Redaktion - 17. Mai 2013

Tagesgeld-Alternativen unter der LupeDie Zinsen für Tagesgeld sind niedrig, der Bedarf an Alternativen groß. Mit etwas Flexibilität können Anleger mehr aus ihrem Geld herausholen, ohne gänzlich auf die Vorteile einer flexiblen Geldanlage zu verzichten. Kurzläufige Festgeldanlagen und Sparkonten sind mögliche Auswege.

Die Postbank bewirbt ihre „SparCard direkt“ mit einem Zinsbonus in Höhe von 1,00 Prozent für Neukunden. Der Bonus wird für sechs Monate garantiert und zusätzlich zum variablen Standardzinssatz in Höhe von 0,70 Prozent gewährt – insgesamt also 1,70 Prozent Zinsen und damit mehr als derzeit bei Tagesgeld üblich.

Sparkonten statt Tagesgeld

ico8Es handelt sich um eine Spareinlage bzw. Kündigungsgeld. Kontoinhaber können über 2.000 Euro/Kalendermonat frei verfügen und müssen ansonsten eine dreimonatige Kündigungsfrist einhalten. Inklusive ist eine Bargeldbezugskarte, die kostenfreie Barverfügungen an Postbank-Geldautomaten und (10 x im Jahr) an VISA-Plus-Automaten im Ausland ermöglicht.

Die niederländische Rabobank-Tochter RaboDirect bietet mit ihrem Sparprodukt „Spar30“ einen Kompromiss zwischen Tagesgeld und Spareinlage. Die Kündigungsfrist beträgt lediglich 30 Tage. Im Fall einer Zinssenkung steht Kontoinhaber ein 14tägiges Kündigungsrecht zu. Mit 1,75 Prozent liegt die Verzinsung deutlich über dem Marktniveau für Tagesgeld.

Festgeld mit kurzer Laufzeit

Größere Rücklagen müssen nicht in vollem Umfang jederzeit frei verfügbar sein. Einjährige Festgeldanlagen bieten eine signifikant höhere Verzinsung als Tagesgeld und schützen vor absehbaren, weiteren Zinssenkungen. Die französische Renault Bank direkt bietet 1,75 Prozent Zinsen, bei der niederländischen ABN Amro-Tochter MoneYou und der österreichischen Denizbank sind jeweils 1.70 Prozent erhältlich.