Tagesgeld Definition – Kurze Erklärung, die jeder versteht, im Ratgeber!

Redaktion - 24. August 2012

Tagesgeld DefinitionTagesgeld Definition bezogen auf die Bankbetriebslehre bezeichnet eine spezielle Form kurzfristiger Buchkredite. Mit anderen Worten versteht man darunter eine verzinsliche Ausleihe von Kapital unter Banken. Dabei wird das Kapital – das Tagesgeld – der kapitalnehmenden Bank bis zum nächsten Arbeitstag zur Verfügung gestellt und anschließend rückvergütet.

Die Modifikationen der Handelsform sind „Tagesgeld bis auf weiteres“ oder „tägliches Geld auf Abruf“. Bei diesen Varianten verlängert sich die Laufzeit automatisch um einen weiteren Tag, sofern keine Kündigung seitens der kapitalgebenden Bank in den ersten Handelsstunden erfolgt ist.

Die Tagesgeld Definition in Bezug auf die Geldpolitik beschreibt kurzfristige Bereitstellungen von Kapital an die Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB). Über das Instrumentarium der Zinspolitik kann die EZB dabei das Maximum sowie das Minimum des Tagesgeldmarktsatzes abstecken und dadurch die Zinsverhältnisse am Finanzmarkt beeinflussen.

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Beim Tagesgeld handelt es sich um eine Kapitalanlage, die jederzeit verfügbar ist und gut verzinst wird. Daher bezeichnet es eine liquide Geldanlage. Die Laufzeiten sind frei wählbar und können zwischen einem Monat und 12 Monaten variieren. Auch die Verzinsung des Kapitals hängt von der jeweiligen Bank ab und erfolgt im einmonatigen, dreimonatigen oder jährlichen Turnus. Die Höhe der Zinsen steht im engen Zusammenhang mit dem aktuellen Leitzins der Europäischen Zentralbank, wobei die meisten Banken gerade für Neukunden mit deutlich höheren Zinsen werben.

Tagesgeld Definition

Wie kann ich mein Tagesgeld optimal anlegen?

Die Zinsen für das Tagesgeld sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, weshalb viele Anleger nach lukrativen Alternativen suchen. Um flexibel sein Kapital anzulegen und trotzdem Zinsen zu bekommen, gibt es durchaus einige Möglichkeiten, wenngleich sie nicht immer Deutschland zu finden sind. Europäische Banken haben den Markt auch für deutsche Kunden geöffnet und bieten Ihnen bei einigen Plattformen besonders attraktiven Zinskonditionen und interessante Aktionen sowie Boni.

Das erwartet die Sparer bei europäischen Banken

Wer sein Tagesgeld anlegen möchte, muss für höhere Zinssätze erfahrungsgemäß Deutschland verlassen und die europäischen Landesgrenzen überqueren. In Italien, Schweden oder Norwegen gibt es interessante Tagesgeld-Angebote, die auch deutsche Sparer nutzen können. Abhängig vom gewünschten Anlagebetrag gibt es besonders attraktive Zinsen, die beispielsweise 0,80 Prozent und mehr betragen können. Allerdings ist dafür häufig ein fester Anlagebetrag gefordert und das Tagesgeld lässt sich oft erst innerhalb von 31 Tagen kündigen. Anders hingegen bei deutschen Banken, wo die Sparer häufig von einem Tag auf den anderen ihren Tagesgeld-Vertrag auflösen können und an ihre Einlagen kommen.

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Aktionen und Zusatzprämien sichern

Für diese vermeintlichen Einschränkungen bei Banken im europäischen Ausland erhalten die Sparer attraktive Zinsen, ein zusätzliches Guthaben und häufig sogar Prämien dazu. Kaum zu glauben, aber laut unseren Erfahrungen was im Test tatsächlich möglich, bei dem Anlagebetrag Zinsen in Höhe von 0,80 Prozent und zusätzlich über 400 Euro als einmalige zusätzliche Bareinlage und noch einmal 50 Euro als Prämie durch die Bank zu erhalten. Von solchen Konditionen träumen die deutschen Sparer hierzulande häufig nur. Selbst kleinere Beträge (beispielsweise ab 1.000 Euro) können als Tagesgeld bei europäischen Banken eingelegt werden, gleich das Angebot dafür deutlich geringer ist.

Flexgeld mit noch besseren Zinskonditionen

Als Alternative zum Tagesgeld auf das sogenannte Flexgeld, was Festgeld mit einer höheren Flexibilität ist. Die Sparer können ihre Einlagen vorzeitig kündigen, aber dadurch gehen im schlimmsten Falle die attraktivsten Zinszahlungen durch die Lappen. Angeboten wird das Flexgeld ebenfalls von vielen europäischen Banken mit einer Mindestlaufzeit von unter einem Jahr. Am lukrativsten werden Zinsen erst dann, wenn eine Laufzeit von über einem Jahr und höherer Anlagebetrag eingezahlt wird. Kleine Beträge, wie etwa 1.000 Euro, sind für das Flexgeld gar nicht relevant, denn sie gibt es laut unseren Erfahrungen gar keine Angebote der europäischen Banken.

Tagesgeld Definition Ratgeber

Festgeld als Alternative zum Tagesgeld nutzen

Warum sparen Sie nicht einfach mit dem Festgeld Ihr Kapital noch länger und verdienen damit höhere Zinsen? Durch die europäischen Banken gibt es auch interessante Festgeld-Angebote, die eine Laufzeit von einem Jahr haben. Ein überschaubarer Zeitraum, oder? Dafür gibt es dann attraktive Zinsen von 1,25 Prozent und mehr. Zusätzlich dürfen sich die Sparer dann auch auf noch lukrativere Prämienzahlungen bis zu über 700 Euro als besonders Willkommensgeschenk freuen.

Bonität der ausländischen Banken beachten

Wer die äußerst attraktive Zinsen für sein Tagesgeld der ausländischen Banken nutzen möchte, sollte immer auf deren gute Bonität und in ausreichender Einlagensicherung achten. Grundsätzlich werden bei renommierten Plattformen nur die Bank angeboten, die eine 100-prozentige Einlagensicherung gewährleisten. Häufig steht sogar der deutsche Kundensupport bei allen Fragestellungen hilfreich zur Seite. Allerdings gibt es erfahrungsgemäß Unterschiede bei der Bonität der europäischen Banken. Klassifiziert werden sie unter anderem durch:

  • ausreichender Bonität und höher
  • gute Bonität und höher
  • sehr gute Bonität und höher
  • beste Bonität

Suchen sich die Sparer Banken mit der besten Bonität aus, gibt es natürlich den optimalen Schutz ihrer Einlagen. Allerdings kann es auch sein, dass bei diesem Unternehmen die Zinsen etwas niedriger ausfallen. Wem die Sicherheit besonders wichtig ist, der sollte bei seiner Auswahl der Tagesgeld-Angebote auf die beste Bonität der Kreditinstitute achten. Konzentrieren sich die Sparer allerdings primär auf die hohen Zinsen und möglichst hohen Zusatzzahlungen durch Prämien, müssen sie häufig lassen Abstriche bei der Bonität machen. Dies bedeutet nicht, dass die gewählte Bank gar keine Bonität aufweist, aber in einzelnen Fällen sind es dann eben „nur“ mit einer guten bis sehr guten oder ausreichenden Bonität.

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Tipp: Festgeld in Fremdwährung

Im Vergleich der attraktivsten Zinskonditionen haben wir ein interessantes, wenngleich vielleicht auch für einige Sparer risikoreiches Modell gefunden: Festgeld in Fremdwährung. Die Sparer legen ihr Geld bei der gewünschten Bank nicht in ihrer eigenen Währung (für deutsche Sparer Euro) an, sondern beispielsweise in USD. Dafür gibt es dann enorme Zinsen bei einer Laufzeit von meist einem bis drei Jahren. Nicht selten können die Sparer damit 3,25 Prozent Zinsen oder mehr verdienen, erhalten sogar wieder zusätzliche Prämien der Banken.

Allerdings hat dieses Angebot einen Nachteil, denn es können Zusatzkosten auf die Sparer durch die Währungsumrechnung zu kommen. Bevor sich die Sparer für das Angebot für die Festgeldanlage in Fremdwährung entscheiden, sollten sie die möglichen Umrechnungskosten für die Fremdwährung kalkulieren und errechnen, ob sich die Anlage tatsächlich noch immer lohnt.

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Mit dem Tagesgeld Kredite an andere Nutzer vergeben

Das Tagesgeld für sich arbeiten lassen, ist wohl eine gute Möglichkeit, um attraktive Zinsen zu erhalten. Wer nicht bei einer europäischen Bank sein Tagesgeld anlegen möchte, der kann auf zahlreiche Plattformen zugreifen, bei denen er selbst als Investor auftreten kann.

Wie wäre es, wenn das Tagesgeld dazu genutzt wird, andere Projekte zu unterstützen oder private Kredite an andere User zu vergeben? Dafür gibt es in der Regel ebenfalls attraktive Zinsen, welche die Investoren sogar häufig selbst mitbestimmen können. Abhängig von der Bonität der Kreditnehmer, der Kreditsumme und der Laufzeit können damit ebenfalls lukrative Beträge für den Investor generiert werden.

Hinweis: Wer sich für seine Investorenkarriere entscheidet, sollte darauf achten, dass die Plattform seriös ist. Dazu gehört es auch, dass die Kreditnehmer vor der Inanspruchnahme umfangreich geprüft und bei unzureichender Bonität abgelehnt werden können. Sind die Investoren risikoorientiert, können sie sich mit der unzureichenden Bonität höhere Zinsen sichern, denn die Kreditnehmer zahlen ihre fehlende Bonität mit teureren Krediten.

Allerdings besteht dann für Investoren auch ein höheres Ausfallrisiko, was mit einkalkuliert werden sollte. Bestenfalls gibt es sogar monatliche Rückflüsse, sodass die Kreditrate wie bei einer Bank ebenfalls im monatlichen Raten an den Investor gezahlt wird. Wer es geschickt anstellt, kann seine Geldanlagen als Investor auch automatisiert durchführen, sodass er einfach seinen Tagesgeldbetrag auf der Plattform zur Verfügung stellt und dann nach besten Anlagemöglichkeiten die Projekt unterstützt werden.

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